Das Forschungsdatenzentrum im deutschen Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB-FDZ) ist eine im letzten Jahr gegründete Stabsstelle der Abteilung "Sozialwissenschaftliche Grundlagen der Berufsbildung".
Auf der Grundlage der umfassenden BIBB-Mikrodatenbestände bietet das Forschungsdatenzentrum bedarfsorientierte Serviceleistungen für die Berufsbildungsforschung an. Das BIBB erhebt eine Vielzahl von Betriebs- und Personendaten rund um das Thema Berufsbildung. Einige dieser Datensätze sind einmalig erhobene Querschnittdaten, für andere liegen Längsschnittdaten vor.
Schließlich lassen sich die Datensätze im Hinblick auf ihre inhaltlichen Schwerpunkte den verschiedenen Stellen und Übergängen ("Schwellen") im Prozess des Erwerbs von Bildung und beruflicher Beschäftigung in einer Lebenslaufperspektive zuordnen.
Die FDZ-Angebote richten sich überwiegend an wissenschaftlich tätige Personen, die vom BIBB erhobene Mikrodatenbestände für eigene Auswertungen nutzen möchten. Für solche (nicht-kommerziell) Forschende bietet das BIBB-FDZ transparente und standardisierte Zugänge zu den Datenbeständen an.
Das Internetangebot des BIBB-FDZ befindet sich im Aufbau.
Eine auch für die Schweiz interessante Studie der deutschen Bertelsmann-Stiftung beschäftigt sich mit der mangelnden Integration der Jugendlichen in den Arbeitsmarkt.
Wer nach der Schule keine Lehrstelle findet, landet meist im sogenannten Übergangssystem. Dort kreisen laut der Stiftung, vorallem lernschwache Jugendliche und Jugendliche mit Migrationshintergrund, zum Teil jahrelang von einer berufsvorbereitenden Maßnahme zur anderen. Ihre Chancen auf eine Ausbildung verbessert das kaum, sagen Kritiker, und es kostet das Übergangssystem Milliarden. Kritik wird laut, dass Jugendliche durch die Berufsvorbereitungen zu wenig vorankommen und sich diese Massnahmen im Lebenslauf letztendlich negativ auswirken. Auch finden sich Jugendliche in Übergansmassnahmen einer dreimal höheren Arbeitslosigkeitsgefahr ausgesetzt.
Der deutsche Sender ZDF zeigt in einem Beitrag die Situation auf.
Die gesamte Studie lässt sich im pdf Format hier herunterladen.
Die Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung in Aarau hat eine neue Serie mit Informationen zu Projekten des schweizerischen Bildungsforschung im Internet publiziert. Die Projekte sind nummeriert und können im pdf-Format heruntergeladen werden.
Zudem macht die SKBF auf zwei neue Papers aus der Feder von Mitarbeitenden der SKBF aufmerksam. Diese sind kürzlich erschienen und können ebenfalls als pdf heruntergeladen werden:
"Laufbahnentscheide im Lehrberuf aus bildungsökonomischer Sicht"
Ziel der Studie ist es, den Zustand und die Entwicklungen in den genannten Bildungsfeldern im schweizerischen Bildungssystem stufenübergreifend statistisch zu beschreiben. Präsentiert werden primär Kennzahlen zum Systemoutput. Die Analyse ist nicht ausschliesslich auf die Tertiärstufe beschränkt. Vielmehr wird anerkannt, dass das Fundament einer soliden naturwissenschaftlichen, mathematischen und technischen Ausbildung bereits in der obligatorischen Schule und auf Sekundarstufe II gelegt wird.
Quelle: Bundesamt für Statistik, BFS
Mehr: www.statistik.admin.ch
Die Peter-Hans Frey-Stiftung besteht seit 1989 und verleiht im Oktober/November 2009 einen Preis für eine ausserordentliche Leistung auf dem Gebiet der Pädagogik.
Als "Nationale Referenzstelle DEQAVET" wird das BIBB "erste Anlaufstelle" für Fragen der Qualitätssicherung und -entwicklung in der beruflichen Bildung in Deutschland sein. Kooperationen mit europäischen Institutionen sollen gefördert und ausgebaut werden sowie aktuelle Informationen zur Qualitätssicherung und -entwiclung in Deutschlande zur verfügung gestellt werden
Weitere Informationen: Thomas Gruber +49 (0)228/107-1307, gruber@bibb.de / www.bibb.de
Quelle: BIBB BWPplus 1/2009
Die Literaturdatenbank Berufliche Bildung (LDBB) des Bundesinstituts für für Berufsbildung (BIBB) weist seit Anfang der 90er Jahre die deutschsprachige Fachliteratur zur Berufsbildung systematisch nach und ging vor 4 Jahren online. Sie wurde seither 80'000 mal besucht.
Weitere Informationen www.ldbb.de
Quelle BIBB BWPplus 1/2009