Studie «Sichere berufliche Laufbahnen in Zeiten der Unsicherheit?»

Unsichere Zeiten – unsichere Karrieren?

Berufliche Laufbahnen haben sich stark verändert, Karrieren innerhalb eines Unternehmens vom Berufseinstieg bis zur Pensionierung werden immer seltener. Das schafft Laufbahnunsicherheiten, die die Zufriedenheit, die körperliche und psychische Gesundheit sowie die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen können. Dies zeigt das vom Nationalfonds (SNF) geförderte Projekt «Sichere berufliche Laufbahnen in Zeiten der Unsicherheit?». Im Rahmen der Untersuchung wurde auch ein für den Einsatz in der Laufbahnberatung geeigneter Fragebogen zur Messung von Laufbahnunsicherheit entwickelt und validiert. Der vorliegende Beitrag zeigt, dass die im Rahmen von mehrereren Studien befragten Personen besonders unsicher in Bezug auf ihren Ruhestand sind.

Annabelle Hofer
Daniel Spurk
Von
  • Annabelle Hofer
  • Daniel Spurk
Dr. Annabelle Hofer ist externe Lehrbeauftrage an der Hochschule Luzern sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Psychologie an der Universität Bern und promovierte im Rahmen des SNF Projektes zum vorliegenden Thema. Prof. Dr. Daniel Spurk ist Assoziierter Professor am Institut für Psychologie an der Universität Bern; er war Leiter des vorliegenden Projektes.

Das Thema der wahrgenommenen Unsicherheiten in der beruflichen Laufbahn ist seit vielen Jahren für die Forschung und die Praxis von grosser Bedeutung.

Wer heute im Berufsleben steht, ist oft unsicher, wie sich die eigene berufliche Laufbahn weiterentwickeln wird. Globalisierung, wirtschaftliche Veränderungen und der schnelle technologische Fortschritt tragen dazu bei, dass sich Karrieren verändern. Aktuelle Entwicklungen wie die Covid‑19‑Pandemie stellen die Wirtschaft und die Erwerbstätigen vor zusätzliche Herausforderungen. Die Zahlen der Arbeitslosen sowie der Kurzarbeit steigen, diverse Unternehmen befürchten den Konkurs.

Das Thema der wahrgenommenen Unsicherheiten in der beruflichen Laufbahn ist seit vielen Jahren für die Forschung und die Praxis von grosser Bedeutung. In der Vergangenheit wurde häufiger die subjektive Arbeitsplatzunsicherheit – die Angst vor Arbeitsplatzverlust – diskutiert. Nun gewinnt auch das Thema der Laufbahnunsicherheit an Bedeutung. Spurk, Hofer, und Hirschi (2017) definieren Laufbahnunsicherheit als «Sorgen und Gedanken darüber, dass sich zentrale inhaltliche Merkmale der zukünftigen beruflichen Laufbahn in eine unerwünschte Richtung entwickeln könnten». Im Vergleich zur Arbeitsplatzunsicherheit berücksichtigt die Laufbahnunsicherheit beispielsweise eine deutlich längere Zeitspanne und weitere inhaltliche Aspekte, die für eine erfolgreiche Laufbahnentwicklung zentral sind.

Neuen Fragebogen entwickelt und validiert

Das vorliegende, vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderte Projekt «Sichere berufliche Laufbahnen in Zeiten der Unsicherheit?» (Projektnummer: 100019_162680) an der Universität Bern untersuchte das Thema von April 2016 bis September 2019. Dabei wurden mögliche Messmethoden, Ursachen und Auswirkungen von Laufbahnunsicherheit untersucht. Es wurden qualitative und quantitative Methoden verwendet; dazu zählen Interviews oder umfangreiche Onlinebefragungen in der Schweiz und im Ausland.

Das Projektteam, bestehend aus Prof. Dr. Spurk, Prof. Dr. Hirschi und Dr. Hofer, entwickelte und validierte gemeinsam mit weiteren internationalen Forschenden einen Fragebogen zur Erfassung der Laufbahnunsicherheit, die Multidimensional Career Insecurity Scale (MU‑CI‑S). Dieser valide und reliable Fragebogen umfasst acht Dimensionen der Laufbahnunsicherheit (z. B. Laufbahnunsicherheit‑Karrieremöglichkeiten, Laufbahnunsicherheit‑Wechselwirkungen zwischen Arbeit und Nicht‑Arbeit), welche jeweils mit vier verschiedenen Aussagen erfasst werden. Die Bearbeitungsdauer beträgt etwa acht Minuten.

MU‑CI‑S wurde bisher nur in der Forschung eingesetzt. Die Abteilung für Arbeits‑ und Organisationspsychologie der Universität Bern erfasst die Laufbahnunsicherheit regelmässig. Dies wird es beispielsweise ermöglichen, die Ausprägung der Laufbahnunsicherheit von Arbeitnehmenden in der Schweiz vor und nach der Covid‑19‑Pandemie zu vergleichen. Der Fragebogen bietet auch für die Laufbahnberatung einen grossen Nutzen. Die Identifikation von acht Dimensionen der Laufbahnunsicherheit und ihre validierte Erfassung ermöglichen es, die Unsicherheiten der Klientinnen und Klienten systematisch und differenzierter zu betrachten als zuvor. Nach der wissenschaflichen Publikation der MU‑CI‑S wird er der Beratungspraxis zur Verfügung gestellt.

Ergebnisse des Forschungsprojektes

Eine Onlinebefragung aus dem Jahr 2018 bei 1448 in der Privatwirtschaft der Deutschschweiz tätigen Personen zeigte, dass das Thema Laufbahnunsicherheit viele Arbeitnehmende beschäftigt. Dabei wird von verschiedenen Unsicherheiten – vom Berufseinstieg bis hin zur Pensionierung – berichtet. Die Laufbahnunsicherheit ist bei Arbeitnehmenden in der Deutschschweiz insgesamt moderat ausgeprägt. Es zeigen sich jedoch grosse Unterschiede zwischen einzelnen Personen. Einerseits gibt es Personen, die vielen Aussagen der MU-CI-S nicht oder nur wenig zustimmen, das heisst wenige Laufbahnunsicherheiten erleben. Anderseits gibt es Personen, die vielen Aussagen voll zustimmen und somit ein hohes Mass an Laufbahnunsicherheit wahrnehmen. In Onlinebefragungen im In- und Ausland zeigte sich zudem, dass das Thema Laufbahnunsicherheit Arbeitnehmende aller Altersgruppen und unabhängig vom Bildungshintergrund betrifft. Dennoch sind unterschiedliche Ausprägungen der Dimensionen von Laufbahnunsicherheit zu beobachten. Im Folgenden werden drei davon (Laufbahnunsicherheit-Karrieremöglichkeiten, Laufbahnunsicherheit-Wechselwirkungen zwischen Arbeit und Nicht Arbeit, Laufbahnunsicherheit-Ruhestand) vertieft. Anschliessend werden mögliche Auswirkungen der Laufbahnunsicherheit aus der Perspektive einer nachhaltigen Laufbahnentwicklung diskutiert.

Tabelle 1. Ausmass der Laufbahnunsicherheit in verschiedenen Ländern
(Spurk & Hofer, 2017).
 

Anmerkung. N = 404 in Deutschland, N = 145 in der Schweiz; M = Mittelwert; Antwortformat von 1 = stimme gar nicht zu bis 5 = stimme voll zu; a = signifikanter Unterschied zwischen Deutschland und der Schweiz auf dem 0.05 Level.


Tabelle 2. Beispielsaussagen dreier Laufbahnunsicherheitsdimensionen
der MU-CI-S nach Spurk et al. (2017).
 

Anmerkung. Antwortformat von 1 = stimme gar nicht zu bis 5 = stimme voll zu.

 

 

 

Tabelle 1 stellt Ergebnisse zweier Onlinebefragungen (Deutschland, N = 404 und Deutschschweiz, N = 145) gegenüber. Sie zeigt, dass das Ausmass der wahrgenommenen Laufbahnunsicherheit je nach Dimension variiert. Es zeigt sich zudem, dass die Arbeitnehmenden in Deutschland hinsichtlich ihrer Karrieremöglichkeiten unsicherer sind als die Schweizer Vergleichsgruppe.

Laufbahnunsicherheit-Karrieremöglichkeiten. Eine der acht Dimensionen der MU-CI-S erfasst die Laufbahnunsicherheit-Karrieremöglichkeiten. Eine Beispielaussage kann Tabelle 2 entnommen werden (Spurk et al., 2017). Zu den inhaltlichen Aspekten dieser Dimensionen zählen beispielsweise die Themen Beförderung, Führungsverantwortung oder «On the Job Training». Die Ergebnisse der Onlinebefragung in der Schweiz zeigen, dass die Laufbahnunsicherheit-Karrieremöglichkeiten im Vergleich zu den anderen zwei hier diskutierten Dimensionen eher gering ausgeprägt ist (M = 2.33 [SD = 0.98]; Median = 2.25; Modus = 1.00; N = 1448).

Laufbahnunsicherheit‑Wechselwirkungen zwischen Arbeit und Nicht‑Arbeit. Eine weitere Dimension der MU‑CI‑S erfasst die Laufbahnunsicherheit hinsichtlich der Wechselwirkungen zwischen Arbeit und Nicht‑Arbeit. Dazu gehören Unsicherheiten hinsichtlich unerwünschter Interaktionen zwischen verschiedenen Lebensbereichen wie Arbeit, Familie, oder Freizeitbeschäftigungen inklusive sportlicher Tätigkeiten, ehrenamtlichem Engagement oder freiwilligen Weiterbildungen. Die Ergebnisse der Onlinebefragung in der Deutschschweiz legen nahe, dass Arbeitnehmende im Alter zwischen 30 und 39 Jahren die Laufbahnunsicherheit‑Wechselwirkungen zwischen Arbeit und Nicht‑Arbeit anders als Personen zwischen 50 und 59 einschätzen (Abbildung 1). Die jüngeren Arbeitnehmenden (M = 2.74 [SD = 1.10]; n = 442) zeigen signifikant höhere Werte als ältere Arbeitnehmende (M = 2.53 [SD = 1.09]; n = 250; t(690) = 2.50, p < .05).
 

Abbildung 1. Antworten (in Prozent) in Bezug auf die Aussage «Mich beunruhigt, dass sich meine Arbeit und mein Privatleben in Zukunft in einer unerwünschten Art und Weise beeinflussen könnten»; n = 442 (30–39 Jährige), n = 250 (50–59 Jährige).
 

Laufbahnunsicherheit-Ruhestand. Aufgrund des Alterns der Gesellschaft und der Erhöhung des Rentenalters sind immer mehr ältere Arbeitnehmende erwerbstätig. Doch auch für jüngere Arbeitnehmende ist das Thema Ruhestand wichtig, beispielsweise wenn es um den Aufbau einer Altersvorsorge geht, wie sich im Rahmen von Interviews mit Arbeitnehmenden und von Expertenworkshops bestätigt. Den Inhalt der Dimension Laufbahnunsicherheit-Ruhestand bildet der Übergang von der Erwerbstätigkeit in den Ruhestand mit den zentralen Themen Rentenhöhe und Rentenalter (vgl. Beispielaussage in Tabelle 2). Die Ergebnisse der Onlinebefragung in der Deutschschweiz verdeutlichen, dass die Laufbahnunsicherheit-Ruhestand die am stärksten ausgeprägte Form der Laufbahnunsicherheit darstellt (M = 3.68 [SD = 0.90]; Median = 3.75; Modus = 4.00). Zudem zeigt sich, dass Frauen (n = 727, M = 3.73 [SD = 0.89]) eine signifikant höhere Laufbahnunsicherheit-Ruhestand aufwiesen als Männer (M = 3.63 [SD = 0.92]; n = 716) (t(1441) = 2.07, p < .05).

Abbildung 2 stellt das Antwortverhalten von 1448 in der Schweiz befragten Arbeitnehmenden auf eine Aussage zum Thema Ruhestand dar. 46 Prozent stimmen der Aussage voll oder eher zu, dass es möglich wäre, dass sich ihr Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand nachteiliger gestalten könnte als sie es erwarten. Weitere 27 Prozent stimmen dieser Aussage teilweise zu.

Abbildung 2. Antworten (in Prozent) zur Aussage: «Es könnte gut sein, dass sich mein Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand nachteiliger gestaltet als erwartet.»; N = 1443.
 

Nachhaltige Laufbahnentwicklung trotz Laufbahnunsicherheit

Die Forschung zum Thema der nachhaltigen Laufbahn(entwicklung) legt nahe, dass eine nachhaltige Laufbahn sich in zufriedenen (happy), gesunden (healthy) und produktiven (productive) Arbeitnehmenden widerspiegelt (De Vos, Van der Heijden, & Akkermans, 2020).

Zufriedenheit. Inwiefern Arbeitnehmende happy sind, sollte sich laut De Vos et al. (2020) in der Zufriedenheit sowie dem Laufbahnerfolg von Arbeitnehmenden abbilden. Spurk und Hofer (2018) zeigten, dass Personen aus der Deutschschweiz und Deutschland, die insgesamt eine niedrigere Laufbahnunsicherheit wahrnehmen, eine höhere Lebenszufriedenheit berichten als Personen mit höherer Laufbahnunsicherheit. Interessant ist, dass die Dimension Laufbahnunsicherheit‑Ruhestand die Lebenszufriedenheit weniger tangiert als andere Laufbahnunsicherheitsdimensionen.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes der Universität Bern deuten darauf hin, dass Personen mit einer hohen Laufbahnunsicherheit reduziert leistungsfähig sind.

Körperliche und psychische Gesundheit. Inwiefern Arbeitnehmende healthy sind, sollte sich laut De Vos et al. (2020) in der körperlichen Gesundheit, einem geringeren Stressniveau sowie dem allgemeinen Wohlbefinden von Arbeitnehmenden zeigen. Höge, Brucculeri, und Iwanowa (2012) zeigten, dass Personen mit einer geringeren Laufbahnunsicherheit mehr Wohlbefinden aufweisen. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes der Universität Bern bestätigen diesen Zusammenhang (Spurk & Hofer, 2018): Personen, die eine geringere Laufbahnunsicherheit wahrnehmen, berichten auch über eine bessere Gesundheit als Personen mit einer höhere Laufbahnunsicherheit. Zudem konnten Zusammenhänge mit dem körperlichen Gesundheitszustand (Hofer, Spurk, Hirschi, De Cuyper, & De Witte, 2017; Spurk, Hofer, Hirschi, De Cuyper, & De Witte, 2018), der depressiven Verstimmung (Hofer et al., 2017), sowie der Erschöpfung (Spurk et al., 2018) gezeigt werden. Wie bereits von Spurk und Hofer (2018) diskutiert wurde, kann davon ausgegangen werden, dass die multidimensionale Laufbahnunsicherheit einen von mehreren Faktoren darstellt, welcher mittel‑ bis langfristig die körperliche sowie psychische Gesundheit beeinträchtigen könnte.

Leistungsfähigkeit. Die Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmenden spiegelt sich in der Arbeitsleistung, dem Organizational Citizenship Behavior (freiwilliges Verhalten am Arbeitsplatz, das sich positiv auf das Unternehmen auswirkt; Nerdinger, 2014, S. 1137) sowie in der Arbeitsmarkt‑ bzw. Beschäftigungsfähigkeit wider (De Vos et al., 2020). Die Ergebnisse des Forschungsprojektes der Universität Bern deuten darauf hin, dass Personen mit einer hohen Laufbahnunsicherheit reduziert leistungsfähig sind (Spurk & Hofer, 2018). Somit ist die Laufbahnunsicherheit der Arbeitnehmenden keinesfalls nur ein Thema für die individuelle Laufbahnplanung, da sie auch die Produktivität von Unternehmen negativ beeinflussen kann.

Gerne können Sie sich für Anfragen per E‑Mail an Dr. Annabelle Hofer oder Prof. Dr. Daniel Spurk wenden.

Literatur

  • De Vos, A., Van der Heijden, B. I., & Akkermans, J. (2020). Sustainable careers: Towards a conceptual model. Journal of Vocational Behavior, 117. doi:10.1016/j.jvb.2018.06.011
  • Hofer, A., Spurk, D., Hirschi, A., De Cuyper, N., & De Witte, H. (2017). The Nature and Measurement of Career Insecurity: Development and Initial Validation of a New Scale. Vortrag auf dem 19. Kongress der European Association of Work and Organizational Psychology, Dublin, Irland.
  • Höge, T., Brucculeri, A., & Iwanowa, A. N. (2012). Karriereunsicherheit, Zielkonflikte und Wohlbefinden bei Nachwuchswissenschaftlerinnen und ‑wissenschaftlern. Zeitschrift für Arbeits‑ und Organisationspsychologie A&O, 56(4), 159–172. doi:10.1026/0932-4089/a000088
  • Nerdinger, F. (2014). Organizational Citizenship Behavior (OCB). In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie (18. Aufl., S. 1137). Bern: Hogrefe Verlag.
  • Spurk, D. & Hofer, A. (2017). Laufbahnunsicherheit: Was ist das genau und wie können wir diese messen? Vortrag im Rahmen der Weiterbildung SDBB: Neues aus der Berufswahl‑ und Laufbahnforschung. Bern, Schweiz.
  • Spurk, D., & Hofer, A. (2018). Die Laufbahn ist ein glitschiger Parcours. UniPress. Forschung und Wissenschaft an der Universität Bern, 173, 11–12. Abgerufen am 20. Februar 2018
  • Spurk, D., Hofer, A., & Hirschi, A. (2017). Was ist Karriereunsicherheit? Konzeptionelle Eingrenzung und Entwicklung eines Messinstruments. Vortrag auf der 10. Tagung der Fachgruppe Arbeits‑, Organisations‑ und Wirtschaftspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, Dresden, Deutschland.
  • Spurk, D., Hofer, A., Hirschi, A., De Cuyper, N., & De Witte, H. (2018). Career Insecurity as Multidimensional Construct: Conceptualization and Development of a New Scale. Vortrag auf dem 78. Annual Meeting of the Academy of Management, Chicago, Illinois, USA.

Zitiervorschlag
Hofer, Annabelle / Spurk, Daniel (2020): Unsichere Zeiten – unsichere Karrieren?. Transfer, Berufsbildung in Forschung und Praxis (2/2020), SGAB, Schweizerische Gesellschaft für angewandte Berufsbildungsforschung.